Warum soll ich mich um eine private Altersvorsorge bemühen?

Die Frage ist durchaus berechtigt, denn man zahlt monatlich in die staatliche Rentenkasse ein!
Immer noch ist die staatliche Rente die Einnahmequelle der Ruheständler. Das alte, typisch deutsche Problem ist in den Köpfen tief verankert. Sie vertrauen ALLE auf den Staat. Doch die gesetzliche Rentenabsicherung hat viele Probleme. Leider wird das von den meisten Menschen immer noch unterschätzt oder sie wollen es einfach nur nicht wahrhaben. Doch die Altersarmut kann schnell kommen. Die staatlichen Bezüge reichen lange nicht mehr für alle Bürger aus. Und ob man in 30 oder 40 Jahren überhaupt noch eine staatliche Rente erhalten wird steht derzeit noch in den Sternen.
Denn Deutschland wie auch andere Staaten der EU kämpfen alle mit dem gleichen Problem, der Überalterung. Nach und nach sterben wir quasi aus. Viele junge Familien wollen wenn überhaupt nur ein Kind.

Dabei ist die Rechnung doch so simpel:
2 Personen = 1 Kind = Dezimierung der Bevölkerung um 50 %.

Heute wollen viele Menschen lieber Karriere machen als eine Familie zu gründen. Eine Familie bzw. ein Kind wäre da hinderlich. Insbesondere haben Frauen in der Geschichte hart um ihre Emanzipation kämpfen müssen. Endlich durften auch Sie, wenn auch immer noch sehr wenige, in die Chefetage. Viele Frauen sind heute Akademiker und sehr gut gebildet. Sie werden in allen Belangen der Bildung gefördert.

In den 60er Jahren war das noch nicht so. Viele Frauen mussten hart dafür kämpfen um überhaupt ihr Abitur machen zu dürfen. Manche mussten direkt nach der Hauptschule das Elternhaus verlassen und arbeiten gehen. Die Eltern wollten, dass ihre Tochter möglichst schnell verheiratet wird. Bildung war demnach also nur was für die männliche Bevölkerung.
Die Zeiten haben sich zum Glück geändert. Doch leider Gottes bringt das auch Probleme mit sich. Es ist ja auch logisch: Wer möchte schon direkt nach dem Studium schwanger werden. Wohl eher nur die wenigsten.

Erst mal ein paar Jahre arbeiten, lautet die Divise. Doch das ist gar nicht so einfach. Denn gerade nach dem Studium bekommen die meisten Menschen erst mal nur einen Aushilfsjob. In den BWL-Berufen fängt der Berufseinstieg in aller Regel mit einem Praktikum an. Die meisten machen gleich mehrere Praktika bis es endlich zur Festanstellung klappt. Ausnahmen erhalten auch direkt nach dem Studium einen guten Job. Doch das ist oftmals nur der Elite vorbehalten. Nämlich den Personen die ein ausgezeichnetes Studium haben und zudem noch studienbegleitend Praktika absolvierten.
Diese Personen haben gute Chancen gleich nach der akademischen Ausbildung eine gute Arbeitsstelle zu finden. Alle anderen müssen sich mühsam hoch arbeiteten. Und das über Jahre.

Endlich in der richtigen Position angekommen, wollen viele natürlich erstmal in dem Job bleiben. Niemand möchte diese Position wegen einer Schwangerschaft aufs Spiel setzen. Und um in der Chefetage arbeiten zu können, ist der Leidensweg oft noch viel länger!

Doch das führt die Deutschen zu dem schon angesprochenen Problem, dem demographischen Wandel.
Die Bevölkerung wird kleiner, die älteren werden einen immer größeren Teil der Gesellschaft einnehmen. Immer weniger werden geboren. Und kinderfreundlich ist Deutschland in vielen Orten auch nicht. Viele Familien suchen lange und vergeblich nach einem Krippenplatz. Zu dem  wollen viele Firmen keine Halbtagskräfte einstellen.

Und das führt zum altbekannten Problem, nämlich dem, dass wir vor einer Überalterung stehen und zu wenig Nachwuchs bekommen. Zu wenige Menschen zahlen in die Rentenkassen ein um all die Ruheständler mit einer Rente versorgen zu können.

Umso wichtiger ist es, für jeden Berufstätigen Menschen der im Alter nicht in totaler Armut leben möchte, sich frühzeitig um eine private, zusätzliche Altersvorsoge zu kümmern. Was nützt der verdiente Ruhestand ohne Lebensstandard.
Die Altersarmut ist in Deutschland bereits jetzt schon angekommen. Viel schlimmer wird es wenn man in ein Pflegeheim muss und nur eine kleine staatliche Rente erhält. Zum Glück trägt in einem solchen Fall die Rentenkasse und Hartz IV die Pflegeheimkosten. Aber leider werden auch sehr viele Anträge abgelehnt und der Pflegebedürftige erhält keine finanzielle Unterstützung.

Die Würde des Menschen ist unantastbar

Quellenangabe: Gerd Altmann / pixelio.de

Die Bundesregierung kennt natürlich die Probleme und bietet dafür verschiedene staatlich geförderte Modelle an. jedoch nur wenn man selbst die Initiative ergreift und selbst tätig wird.

Das sogenannte Drei-Säulen-Modell soll uns später alle über Wasser halten. Es besteht dabei aus folgenden Elementen:

1. Gesetzliche Altersvorsorge

2. Betriebliche Altersvorsorge

3. Private Altersvorsorge wie Riester und Rürup Rente, Lebensversicherung etc.

In dieser Kombination bringt die staatliche Rente tatsächlich noch was. Aber selbst die betriebliche und die private Altersvorsorge ergeben zusammen eine gute und sinnvolle Rente, so dass man sich vor der Altersarmut durchaus schützen kann. Machen Sie sich schlau, prüfen Sie die Angebote. Mit Sicherheit ist auch für Sie die passende Lösung dabei. Denn ohne Eigeninitiative ist die Altersarmut vorprogrammiert! Beachten Sie hierbei auch die Tipps & Tricks für den Ruhestand.

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Eine Antwort zu Warum soll ich mich um eine private Altersvorsorge bemühen?

  1. Sebastian sagt:

    Sehr interessanter Artikel! Heutzutage sollte man sich wirklich Gedanken machen über die private Altersvorsorge.

    Vielen Dank dafür!

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